Über uns

Das Schild über dem Wirtshauseingang bezeichnet unser Haus als „Gast u. Tafernwirtschaft zum Haderecker“. Der Name Haderecker ist schon seit dem ausgehenden 19. Jahrhundert unser Hausname und kam von der Wirtsfamilie.

Gast- oder Tafernwirtschaften, sowie Gasthöfe und Wirtshäuser hatten im Gegensatz zu den Bier- oder Weinschänken und den sogenannten „Zapfen- Wirten“ das Recht warme Speisen zu verabreichen, Gäste über Nacht zu beherbergen, Pferde einzustellen und Hochzeiten, Taufmahle und andere Veranstaltungen auszurichten1. So war es den Tafernwirten erlaubt für den eigenen Betrieb schlachten, aber nur Würste und gekochtes Fleisch durften später auch verkauft werden2. Nebenher unterhielten die Tafernwirtschaften auch meist eine eigene Landwirtschaft aus der die Rohstoffe für den Wirtshausbedarf und für das eigene Leben bezogen wurden.

Unser Haus sieht sich dieser alten Tradition der Tafernwirtschaften verpflichtet. Nach wie vor werden bei uns die Leber- und Blutwürste sowie der Pressack wie früher selbst hergestellt. Die bei uns verwendeten Lebensmittel werden soweit möglich aus der Region bezogen und beim Einkauf achten wir besonders auf die Qualität und Frische der Ware. Darum sind wir auch Teilhaber am Handwerksschlachthof in Fürstenfeldbruck.

Nach alter Sitte und Brauch richtete eine Tafernwirtschaft die Hochzeiten, Taufen und Beerdigungen  des Ortes aus- bei uns ist das heute auch noch so. Insgesamt finden in unserer Wirtschaft 190 Personen Platz. Für Feiern verschiedenster Art haben wir drei unterschiedlich große Nebenräume (siehe auch unter: Räumlichkeiten). Im Sommer kann man natürlich draußen im Biergarten mit ca. 200 Plätzen sitzen und ein gutes Bier trinken.

Da wir selber ein kinderreicher Haushalt sind und unsere Wirtschaft als Familienbetrieb betreiben, liegen uns Familien mit Kindern besonders am Herzen. In der Wirtschaft gibt es ausreichend Kinderstühle, ein Korb mit Spielsachen und eine Mutter-Kind Toilette. Hinterm Haus können die Kinder spielen, sausen, Baum kraxeln, Bach springen oder auf dem Spielplatz spielen. Auf dem Hof haben wir auch noch Pferde, Hasen und Vögel, so dass es eine Menge anzuschauen und zu erleben gibt.

Neben dem regulären Betrieb veranstalten wir alle zwei Jahre einen historischen Roß- und Fuhrtag sowie andere Kulturveranstaltungen wie Stubnmusi, Räuber- Kneißl Singen, Kabarett usw.. Fragen Sie doch einfach bei uns nach!

Wir wünschen Ihnen eine schöne Zeit bei uns, an guadn Appetit und kommens bald wieder.
Die Wirtsleute Monika und Ernst Sirtl mit Familie

¹ Blaeu, Wilhelm: Novus Atlas/d.i./Abbildung und Beschreibung von allen Ländern des Erdreichs/Ganz vernewt und verbessert.

² Mit der Einführung der Gewerbefreiheit um 1870 entwickelte sich daraus oft eine eigene Metzgerei. Große Tafernwirtschaften unterhielten des weiteren Wagenremisen und Pferdeställe und bis zum 18. Jahrhundert gab es auch oft noch ein angegliedertes Tanzhaus, in dem größere Veranstaltungen abgehalten werden konnten.